Ambulante Operationen

Viele Operationen erfordern heute keinen Krankenhausaufenthalt mehr, sondern können stattdessen ambulant in einem OP-Zentrum durchgeführt werden. Bei gleichem medizinischen Standard stehen für den Patienten dabei die Vorteile einer Praxis deutlich im Vordergrund. Unsere Patienten schätzen die persönliche Atmosphäre sowie die Gewissheit, von dem ihnen bekannten Facharzt ihrer Wahl operiert zu werden. Gleiches gilt für die anästhesiologische Versorgung während und nach der Operation durch einen erfahrenen Facharzt für Anästhesie.

Den jeweils tätigen Ärzten steht ständig freundliches und kompetentes Fachpersonal zur Seite, das sich während Ihres Aufenthalts in der Praxis um Sie kümmert und Ihnen bei allen Fragen und Problemen gerne behilflich ist. Auf diese Art und Weise liegen Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge einer Operation “in einer Hand”, wodurch eine möglichst individuelle Betreuung gewährleistet ist.

Operative Schwerpunkte

In unserem modern ausgestatteten OP-Zentrum werden jährlich ca. 700-800 Operationen aus den folgenden medizinischen Fachgebieten durchgeführt:

  • Orthopädie
  • Unfallchirurgie
  • Chirurgie
  • Gynäkologie
  • Hals-Nasen-Ohren (HNO)

Nach einem ambulant durchgeführten Eingriff sind Sie mobiler als allgemein angenommen. Die Genesung im gewohnten häuslichen Umfeld verläuft meist schnell und komplikationslos, oft sogar besser und risikoärmer als im Krankenhaus. Die psychische Belastung ist eindeutig geringer. Dies gilt insbesondere für Kinder und ältere Menschen, da ihnen ein Aufenthalt in fremder Umgebung erspart bleibt.

Anästhesieverfahren im Überblick

Ambulante Narkosen sind durch moderne Medikamente und Überwachungsgeräte weitaus sicherer geworden als noch vor einigen Jahren. Übelkeit und Erbrechen gehören heute zu den seltenen Ausnahmen. Die modernen, gut steuerbaren Narkosemittel erlauben es, die Patienten nach wenigen Stunden wieder in ihre gewohnte, häusliche Umgebung zu entlassen.

„Vollnarkose“ (Allgemeinanästhesie)
Sie schaltet neben der Schmerzempfindung auch das Bewusstsein vorübergehend aus. Dies ist meistens in zweierlei Hinsicht von Vorteil: Der Patient befindet sich in vollkommener Entspannung auf dem Operationstisch. Dadurch wird vermieden, dass nicht entspannte Muskeln oder sogar unbewusste Muskelkontraktionen die Durchführung bestimmter Operationen erschweren oder sogar unmöglich machen. Der Patient wird von ungewohnten Geräuschen und Maßnahmen abgeschirmt, die, obwohl harmlos, zu Stress- und Angstzuständen mit unangenehmen Begleiterscheinungen führen können.

„Teilnarkose“ (Regionalanästhesie)
Sie unterdrückt die Schmerzempfindung in einem ganzen Körperareal, im Allgemeinen meist in den Armen oder Beinen. Der Bewusstseinszustand bleibt dabei meist unverändert. Beide Verfahren können jedoch auf Wunsch des Patienten oder bei medizinischer Notwendigkeit mit einem schlafähnlichen Zustand, den der Anästhesist herbeiführt, kombiniert werden.

„Örtliche Betäubung“ (Lokalanästhesie)
Sie schaltet die Schmerzempfindung lediglich an der Operationsstelle aus und ist daher meistens nur für sehr kleine Eingriffe in einem eng begrenzten Gebiet möglich.

„Dämmerschlaf“ (Analgosedierung)
Besonders bei Kindern empfiehlt sich deshalb meistens eine Vollnarkose für einen Eingriff. Auf Grund moderner Anästhesieverfahren, die immer spezifischer und schonender wirken, konnten in den letzten Jahren die Belastung des Körpers und das Narkoserisiko weiter gesenkt werden. Deshalb können heute auch Operationen, die früher nur an Kliniken möglich waren, ambulant durchgeführt werden.

Durchführung der Narkose

Sämtliche Anästhesieverfahren werden von einem erfahrenen Facharzt für Anästhesie und seiner Assistenz nach dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnisse und mit modernen Geräten und Medikamenten durchgeführt und überwacht. Dabei legen wir größten Wert auf optimale Betreuungsqualität. Deshalb sind sämtliche Abläufe und Verfahren genau definiert.
Als besondere Leistung unserer Praxis bieten wir Ihnen die Überwachung der Narkose-Schlaftiefe mit einem EEG-Monitor.

Vor jedem Eingriff findet ein anästhesiologisches Aufklärungsgespräch mit dem Patienten, bzw. dessen Eltern statt.
Dem Gespräch mit uns geht im Regelfall eine Untersuchung beim Hausarzt voraus. Die mitgebrachten Befunde werden mit uns noch einmal beurteilt und erläutert. Ebenso besprechen wir genauestens die Einnahme schon vorher bestehender Medikationen, den Ablauf und eventuelle Risiken vor-, während und nach der Narkose.
Für alle Fragen, die noch unbeantwortet sind, finden Sie ein offenes Ohr.

Aufwachraum

Die Aufwachzeit ist in der Regel sehr kurz und im Aufwachraum werden Sie bis zu Ihrer Entlassung von uns überwacht und versorgt. Neben Getränken, Kaffee und Tee reichen wir Ihnen auch eine Kleinigkeit zu essen. Eltern dürfen ihre Kinder in der Aufwachphase begleiten. Die Liegezeit richtet sich nach der Größe des Eingriffes und dauert ca. ein bis zwei Stunden. Die Entlassung erfolgt nur in Begleitung eines Angehörigen. Die häusliche Betreuung des Patienten für mindestens 24 Stunden muss gewährleistet sein! Wir sind bemüht Ihre Ängste zu minimieren und optimalen Komfort zu gewährleisten. Auch nach der OP (postoperative Phase) tragen wir Sorge, dass Sie unsere Praxis weitgehend schmerzfrei verlassen und sich auch zu Hause sicher fühlen können.